LED für die Strassenlampen, Landbote vom 17.04.2010
«Wer will nicht zwei Fliegen auf einen Schlag erwischen?», fragte Livio Piatti am Donnerstag in der Ratssitzung. Der jungliberale Gemeinderat stellte stellvertretend für seinen Parteikollegen Philipp Wespi dessen Interpellation vor. Wespi sitzt nun im Stadtrat und konnte seinen Vorstoss deshalb nicht selbst begründen. Setze man LED-Technologie auch in der Strassenbeleuchtung ein, dann profitiere nicht nur die Umwelt, sondern auch die Stadtkasse, sagte Piatti. Der Stromverbrauch sei tiefer, die Lebensdauer höher und die Anschaffungskosten in etwa gleich oder nur marginal höher. Wespi hatte unter anderem vom Stadtrat wissen wollen, ob er die Strassen von Illnau-Effretikon auch mit LED-Leuchten (LED steht für lichtemittierende Diode) zu bestücken gedenke?
Ueli Müller (SP), Ressortvorstand Tiefbau, hatte seine Antwort schon länger vorbereitet. Das Geschäft war bereits für die Sitzung im Februar traktandiert. Weil es damals immer später wurde, hatte er sie zu einer Ultra-Kurzfassung zusammengestrichen und konnte sie schliesslich gar nicht mehr vorbringen. Die Antwort lautete: «Ja, ja, ja, 20 000» und bezog sich auf die vier im Vorstoss gestellten Fragen. Der Stadtrat glaube, «dass LED auch die Zukunft unserer Beleuchtung sein wird». Er sei zudem gewillt, die Technologie zu testen. Zwei Leuchten werden derzeit beim Maurerzentrum aufgestellt. Allmählich soll die gesamte Strassenbeleuchtung umgerüstet werden. «Das kostet uns zwei Millionen Franken», sagte er. Deshalb sollen nicht alle aufs Mal ausgewechselt werden. Und schliesslich liessen sich rund 20 000 Franken im Jahr einsparen. Und mit einem Augenzwinkern fügte er an: «Auch die Linken können sich freuen, wenn man Geld sparen kann.» (neh)