Chronik
Jungliberale Illnau-Effretikon 1991-2006 (Kurzfassung)
1991/1992
An der Gründungsversammlung am 21. November 1991 genehmigen die etwa fünfzig Anwesenden die von den Initianten vorgelegten Statuten. Gegründet wird eine Jungpartei, die sich dem liberalen Gedankengut verpflichtet fühlt und als Hauptziel bezweckt, mit Gleichaltrigen zu politisieren. Die JLIE engagieren sich für den EWR-Beitritt.
1993
Die Jungliberalen beschliessen, dem Stadtrat eine Petition vorzulegen, die verlangt, dass die Strassenbeleuchtung in der Gemeinde Freitag- und Samstagnacht durchgehend brennt, um die Sicherheit der Bewohner zu erhöhen. Die 1062 gesammelten Unterschriften werden Stadtrat David Baumgartner übergeben. Wegen den anfallenden Mehrkosten lehnt der Stadtrat das Vorhaben jedoch ab. Es werden zwei „Music Nites“ für Nachwuchsbands organisiert und die JLIE nehmen erfolgreich am Stadtfest teil.
1994
Bei den Gemeinderatswahlen erfahren die JLIE einen Grosserfolg: Gründungspräsident Thomas Vogel wird als jüngstes Mitglied in den Gemeinderat gewählt, JLIE Vizepräsident Peter Stiefel kurz darauf in die Jugendkommission. Thomas Vogel reicht im Gemeinderat ein Postulat ein, das die Ausarbeitung eines Jugendleitbildes verlangt.
1995
Der JLIE-Vorstand gründet einen Gönnerclub, dessen Mitglieder mit einem jährlichen Beitrag die JLIE unterstützen. Im Jugendhaus veranstalten die JLIE eine gut besuchte Informationsveranstaltung zum Drogenproblem in unserer Stadt. Peter Stiefel, JLIE Vize, wird Präsident des Verkehrsvereins Effretikon. Im November bewilligt das Parlament einen Objektkredit für die Ausarbeitung des von Thomas Vogel initiierten Jugendleitbildes.
1996
Die JLIE organisieren Podiumsdiskussionen zur Einführung der Fünftagewoche an der Volksschule und zu Tempo 30 im Tannquartier. Im Mai veranstalten die JLIE zum ersten Mal eine Mitgliederversammlung mit anschliessendem Spaghettiplausch. Das fünfjährige Bestehen wird im Westminster Pub gebührend gefeiert. An der GV tritt Thomas Vogel als Präsident zurück, sein Nachfolger wird Quästor Dominique Müller.
1997
Der Vorstand der JLIE beschliesst nach unliebsamen Ereignissen rund um die Wahlen des JFZH-Vorstandes die Mitgliedschaft in der JFZH bis auf weiteres zu sistieren. Der Stadtrat verabschiedet zu Handen des Grossen Gemeinderates das 1994 von Thomas Vogel initiierte Kinder- und Jugendleitbild. Die JLIE engagieren sich gegen die Initiative „zur Vereinfachung der politischen Strukturen der Stadt Illnau-Effretikon durch Abschaffung des Grossen Gemeinderates“ und gründen ein „Komitee pro Parlament“. Die Initiative wird knapp verworfen. Es finden vier Mitgliederversammlungen statt, wobei unter anderem die Nein-Parole zur Initiative „Jugend ohne Drogen“ beschlossen wird.
1998
Bei den Kommunalwahlen gewinnen die JLIE einen Gemeinderatssitz dazu und stellen nun mit Thomas Vogel und Peter Stiefel zwei Gemeinderäte. Thomas Vogel kandiert auch für den Stadtrat und verfehlt den Einzug nur knapp. Dominique Müller wird in die Schulpflege gewählt.
1999
Peter Stiefel präsidiert die bürgerliche Abteilung des GGR. An drei Mitgliederversammlungen fassen die JLIE unter anderem die folgenden Parolen: JA zur Finanzierung des öffentlichen Verkehrs (FINÖV) sowie JA zu einer Mutterschaftsversicherung. Die JLIE gewinnen das Behördenschiessen und dringen so in eine SVP Domäne ein. Die Website jlie.ch kommt dank Peter Stiefel in Bewegung.
2000
Die JLIE Gemeinderäte reichen ein Postulat für längere Öffnungszeiten der städtischen Verwaltung ein – es wir abgelehnt. JLIE Präsident Dominique Müller tritt auf der Nationalratswahl Liste 1 der JFZH an und erreicht 3101 Stimmen. An der GV zählen die JLIE im neunten Jahr ihres Bestehens 17 Mitglieder und 21 Interessenten.
2001
Thomas Vogel wird als Präsident des GGR „Höchster Illnau-Effretiker“. Die JLIE feiern ihr zehnjähriges Bestehen! Peter Stiefel, JLIE Gemeinderat, übernimmt den Sitz von Thomas Vogel in der Geschäftsprüfungskommission. Frank Ohoven wird vom GGR zum kantonalen Geschworenen gewählt. An der GV wird neu Philipp Wespi als Quästor gewählt. Die JLIE zählen 18 Mitglieder und 19 Interessenten.
2002
Aus verschiedenen Gründen starten die JLIE mit einer Listenverbindung mit der FDP in die GGR-Wahlen 2002. Die bisherigen JLIE Gemeinderäte Vogel und Stiefel werden wiedergewählt. Das Ziel, einen dritten Sitz zu gewinnen, wird aber klar verfehlt. Da Thomas Vogel zur FDP übertritt, verlieren die JLIE nominell einen Sitz. Nach dem Rücktritt Dominique Müllers aus der Schulpflege, sind die JLIE in den Gemeindebehörden nicht mehr vertreten. Die Wahlergebnisse zeigen die Notwendigkeit eines Generationenwechsels in der JLIE auf. Philipp Wespi gewinnt neue Interessenten und schiesslich mit Livio Piatti als Vize, Remo Wey als Kassier und Christian Maurer als Sekretär drei neue Vorstandsmitglieder. Wespi wird Präsident, Dominique Müller Beisitzer und Peter Stiefel bleibt dem Vorstand als Gemeinderat erhalten. An vier Mitgliederversammlungen wird rege diskutiert. So wird die Ja-Parole für den UNO-Beitritt, die Fristenlösung sowie die Registrierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften beschlossen. Eine ungewohnt hohe Zahl an Mitgliedern ruft vermehrt nach sozialen Events. So findet im Juni im Garten von Peter Stiefel ein gemütlicher Grillplausch statt. Das JLIE-Team gewinnt zum zweiten Mal das Behördenschiessen.
2003
Der neue Vorstand kann die anfangs Jahr gesetzten Ziele klar erreichen. So steigt die Mitgliederzahl per Generalversammlung um 20% und die Interessentenbasis hat sich um 45% vergrössert. Auch die Finanzen können dank zum Teil grosszügigen Spendengeldern auf eine solide Basis gestellt werden. Politisch wird endlich die Website der Gemeinde realisiert und dank einer Motion von Gemeinderat Stiefel die durchgehende Strassenbeleuchtung über das Wochenende verwirklicht. Mit Genugtuung nimmt die JLIE auch die Initiierung einer eigenen Stadt/Regionalpolizei zur Kenntnis. Ein altes Anliegen verwirklicht sich damit. Nichtpolitische Anlässe, die sogenannten “Social Events”, bleiben in guter Erinnerung, so die erstmalige Teilnahme an der Chilbi mit einem “Leiterwägeli”. Weitere Highlights sind Fondueplausch, Klausurweekend im Tessin, Grillplausch und das Weihnachtsessen. Die neu gestaltete Website findet vermehrt Anklang und verzeichnet speziell während der Chilbi einen starken Anstieg der “Hits” (was nicht zuletzt auf das Fotoarchiv à la Usgang.ch zurückzuführen ist).
2004
Zwei Kommissionen (Schule, Jugend und Sport sowie Wirtschaft & Finanzen) werden zwecks Know-How- und Ideenbeschaffung ins Leben gerufen. In den Kommissionen sollen sich aktive Mitglieder einbringen und politische Ideen gleich selbst umsetzen können. An einer Standaktion werden in Effretikon in nur 3 Stunden 170 Unterschriften für die Hanflegalisierungsinitiative gesammelt. Neben der politischen Arbeit bleibt genug Zeit für “unpolitische” Aktivitäten. Die erstmalige Teilnahme am Gemeindeputztag ist genauso ein Erlebnis wie die Teilnahme an der Chilbi mit einer von Stephan Thalmann selbstgebauten fahrenden Bar (JLIE FahrBar). Die Medienresonanz erlebt dank den vermehrten Aktivitäten sowie diversen Leserbriefen und Stellungnahmen eine Renaissance. Beisitzer Dominique Müller sowie Sekretär Christian Maurer, der durch Michael Meyer ersetzt wird, treten aus dem Vorstand zurück.
2005
Das Jahr steht im Zeichen der Wahlkampfvorbereitungen für die Gemeinderatswahlen 2006. Unter der Leitung von Livio Piatti wird eine Wahlkommission ins Leben gerufen, welche sich zum Ziel setzt, den einzig verbliebenen JLIE-Gemeinderatssitz zu verteidigen. Dies soll durch einen möglichst unkonventionellen, frechen und frischen Wahlkampf umgesetzt werden. Neben Plakaten und CD-Booklets gehören auch frech gestaltete Tischsets zu den Wahlkampfmitteln. Das Motto des Wahlkampfs “S’isch nüme wie früener” lässt Raum für kreative Aktionen. Die Finanzkommission unter Führung von Stephan Thalmann führt eine Gewerbebefragung unter den lokalen Gewerbetreibenden durch. Das Resultat wird dem Stadtrat übergeben, dem Rotary-Club vorgestellt und findet vor allem in Kiebitz, Zürcher-Oberländer und Landbote mediale Beachtung. Weitere Resultate der Befragung sind ein zusammen mit dem Forum21 organisierter Workshop sowie ein durch Peter Stiefel eingereichtes Postulat betreffend Standortmarketing und Imageförderung. Als Resultat der diesjährigen Teilnahme am Gemeindeputztag reicht Stiefel eine kleine Anfrage zum Thema “Littering” ein. Neben der Unterschriftensammlung für die Initiative “Zur Einschränkung des Verbandsbeschwerderechts” engagiert sich die JLIE für eine Version “Light” der Tempo-30-Vorlage sowie für eine möglichst gewerbe- und kundenfreundliche Umsetzung der Zentrumsaufwertung Effretikon. Die Teilnahme an Stadtfest, Stadthausfest und Chilbi sind unpolitische Highlights und bringen neben “lässigen” Momenten und Spass vor allem ein erhöhter Grad an Publizität. Im Vorstand tritt Sekretär Michael Meyer zurück und wird durch Marina Joos ersetzt.
2006
Die Kommunalwahlen bringen der JLIE die höchste Behördenbeteiligung ihrer Geschichte. Philipp Wespi, Livio Piatti und Stephan Thalmann werden in den Grossen Gemeinderat und Christoph Rohner in die Schulpflege gewählt. Wespi wird zudem in die Rechnungsprüfungskommission gewählt. Das Resultat wird nicht nur auf das Engagement der vergangenen Jahre zurückgeführt, sondern auch auf den unkonventionellen Wahlkampf. So verteilen die KandidatInnen am 6. Dezember 2005 in Hasenkostümen verkleidet Schokoladenhasen an die Bevölkerung mit der Botschaft: “JLIE – dem Chlaus Voraus”, oder versteigern gebrauchte Stühle und Sitze zu Gunsten eines karitativen Zweckes: “JLIE – wir suchen einen Sitz”. Zudem finden das CD-Booklet im Retro-Style und die Tischsets, welche in diversen Restaurants in der Gemeinde aufgelegt werden, grossen Anklang. An der Delegiertenversammlung der FDP des Kantons Zürich und der FDP Schweiz wird das Wahlresultat mit spontanem Szenenapplaus quittiert. Die JLIE ist die schweizweit erfolgreichste jungfreisinnige Ortssektion. Im Vorstand tritt Marina Joos als Sekretärin zurück und auch JLIE-Urgestein Peter Stiefel tritt aufgrund der statutarischen Alterslimite aus Vorstand und Partei zurück. Stiefel sass seit Gründung im Vorstand und hat die einzige Jungpartei von Illnau-Effretikon wesentlich geprägt. Neben Klausurwochenende im Tessin ist vor allem die Teilnahme an der Chilbi Illnau ein grosser Motivationsfaktor. Die Website wird in ein neues Kleid gesteckt, inhaltlich erweitert und interaktiver gestaltet.
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