Arbeit
Gewerbe stärken für mehr Beschäftigung und Ausbildungsplätze
Illnau-Effretikon benötigt ein starkes Gewerbe, denn dies bringt nicht nur attraktive Arbeitsplätze, sondern leistet auch einen Beitrag an die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit.
Heute werden in der Gemeinde zuwenig Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen. Dies hat vor allem zwei Gründe. Zum einen leidet Effretikon seit Jahren am “Lädelisterben” (siehe auch Punkt Zentrumsentwicklung) und zum anderen fehlt potentiellen Gewerblern und Unternehmern schlicht die Möglichkeit sich anzusiedeln oder zu vergrössern. Philipp Wespi, der als Personalverantwortlicher und Controller einer Technologieunternehmung fest in der Arbeitswelt verankert ist, will diesem Trend als Stadtrat entgegenwirken und mithelfen Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen.
Lädelisterben
Das Lädelisterben kann nur aufgehalten werden, wenn ein Projekt ähnlich der Dimension von „Mittim“ realisiert wird. Detaillisten können so überzeugt werden sich im Zentrum niederzulassen. Zusammen mit den grossen Detailhändlern kommt wieder Kundschaft ins Zentrum, was wiederum kleinere Geschäfte und Spezialisten anzieht. Aus einem negativen entsteht ein positiver Trend. Die angebotenen Arbeitsplätze steigen und die Ausbildungsmöglichkeiten nehmen zu.
Platznot
Gewerbetreibende, die sich in der Gemeinde ansiedeln wollen oder ihr Geschäft ausbauen möchten, finden auf dem Gemeindegebiet keine geeignete Lokalität oder Bauland. Diesen Trend gilt es zu stoppen. Während der letzten Legislatur haben die Jungliberalen mit einer Motion dafür gesorgt, dass bei der aktuellen Überarbeitung der Bau- und Zonenordnung die Schaffung von Arbeitsplatzzonen berücksichtigt wird. Nur wenn Gewerbetreibende auch die Möglichkeit haben, sich in der Gemeinde niederzulassen oder ihren Standort auszubauen, steigt die Beschäftigung und es werden mehr Ausbildungsplätze angeboten. Das Projekt „Mittim“ ermöglicht durch den Bau in Bahnhofsnähe die Ansiedlung von Dienstleistungsunternehmen – auch dies eine Quelle von neuen Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten.
Verwaltung gegen Jugendarbeitslosigkeit
Weiter will Wespi sich im Stadtrat dafür einsetzen, dass die Verwaltung sich bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen vermehrt daran orientiert, wie viele Ausbildungsplätze ein möglicher Vertragspartner anbietet. Weiter sollen geeignete und motivierte städtische LehrabgängerInnen möglichst weiterbeschäftigt werden, sofern entsprechende Vakanzen zu besetzen sind. Die öffentliche Verwaltung hat wie auch die Wirtschaft eine soziale Verantwortung, die es wahrzunehmen gilt.